Radiologie am Europa-Center
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ctaqDie Mehrschichtcomputertomographie (MSCT) ist eine der wichtigsten Untersuchungen in der Diagnostischen Radiologie. Dieses Verfahren arbeitet mit Röntgenstrahlen und zeigt Bilder des Körperinneren, die mehr Informationen enthalten als herkömmliche Röntgenaufnahmen, da Überlagerungseffekte wegfallen und Dichteunterschiede besser zu erkennen sind. Vollständig ersetzt hat die CT das normale Röntgen jedoch bisher nicht. Die Eignung hängt wie bei allen diagnostischen Verfahren von der jeweiligen Fragestellung und von den Umständen der Untersuchung ab. 

 

Unsere CT-Leistungen im Überblick

FAQs - Fragen zur Computertomographie

ctaqDie Mehrschichtcomputertomographie (MSCT) ist eine der wichtigsten Untersuchungen in der Diagnostischen Radiologie. Dieses Verfahren arbeitet mit Röntgenstrahlen und zeigt Bilder des Körperinneren, die mehr Informationen enthalten als herkömmliche Röntgenaufnahmen, da Überlagerungseffekte wegfallen und Dichteunterschiede besser zu erkennen sind. Vollständig ersetzt hat die CT das normale Röntgen jedoch bisher nicht. Die Eignung hängt wie bei allen diagnostischen Verfahren von der jeweiligen Fragestellung und von den Umständen der Untersuchung ab. 

 

Unsere CT-Leistungen im Überblick

FAQs - Fragen zur Computertomographie

Was bedeutet CT oder MSCT?

Die Computertomographie, abgekürzt CT oder MSCT (Mehrschichtcomputertomographie), ist ein Verfahren zur Erzeugung von Querschnittsbildern des Körpers mit Hilfe von Röntgenstrahlen und moderner Computertechnologie. Tomographie bedeutet Darstellung in Schichten oder Scheiben. Die Dicke dieser Schnittbilder kann an Geräten neuerer Generation bei Bedarf weniger als 1 mm betragen.

Wozu dient die CT?

Mit der Computertomographie lassen sich Veränderungen in nahezu allen Körperregionen sichtbar machen. Wie bei normalen Röntgenuntersuchungen bedient man sich dabei der Dichteunterschiede verschiedener Körpergewebe. Je dichter ein Gewebe ist, desto stärker schwächt es Röntgenstrahlen ab. Hohe Dichteunterschiede bestehen z.B. zwischen Weichteilgeweben und Luft oder Knochen. Deshalb eignen sich Röntgenverfahren besonders zur Untersuchung des Brustraums oder des Skelettsystems. Im Vgl. zum normalen Röntgen kann die CT aber auch viel geringere Dichteunterschiede abbilden, z.B. zwischen Muskelgewebe und Fettgewebe oder zwischen Weichteilen mit unterschiedlichem Wassergehalt. Diese geringen Dichteunterschiede werden durch orale Einnahme und intravenöse Gabe von Röntgenkontrastmitteln verstärkt. So läßt sich z.B. die diagnostische Aussagekraft einer CT-Untersuchung des Bauchraums wesentlich verbessern. Ein weiterer wichtiger Vorteil der Computertomographie ist ihre kurze Untersuchungsdauer bei hoher räumlicher Bildauflösung.

Wie funktioniert die CT?

Der Untersuchungstisch mit dem Patienten fährt durch ein flaches Gehäuse mit einer großen runden Öffnung in der Mitte. In dem Gehäuse bewegt sich eine Röntgenröhre auf einer Kreisbahn um den Patiententisch und sendet Röntgenstrahlen durch den Körper. Dabei werden die Strahlen in den verschiedenen Organen und Geweben unterschiedlich stark abgeschwächt. Auf der Gegenseite der Röntgenröhre befindet sich eine Meßeinrichtung, die die Schwächungswerte ermittelt. Daraus errechnet ein Computer nach bestimmten Rechenvorschriften (Algorithmen) zahlreiche, 2- oder 3-dimensionale Bilder, in denen Gewebe unterschiedlicher Dichte in verschiedenen Grautönen erscheinen. Je dichter ein Gewebe, desto heller wird es abgebildet. Überlagerungseffekte, wie bei gewöhnlichen Röntgenaufnahmen, treten bei diesem Verfahren nicht auf.

Wie funktioniert die MSCT?

Mehrzeilen- oder Multidetektor-Computertomographen (MSCT, MDCT) sind Geräte, die Bilder nicht mehr einzeln, Schicht für Schicht, aufnehmen sondern dreidimensionale Datensätze erstellen, aus denen der Radiologe dann interaktiv an einem Hochleistungsrechner zahlreiche Einzelschichten in beliebigen Raumebenen oder primär räumliche Abbildungen erzeugen kann. MSCT-Geräte ermöglichen räumlich hochauflösende Darstellungen längerer Körperabschnitte in kürzester Zeit. Das liegt u.a. daran, dass sie nicht mehr nur über nur eine, sondern über mehrere parallel verlaufende Meßeinrichtungen zur Aufnahme der durch die Körpergewebe abgeschwächten Röntgenstrahlen verfügen. Bei Untersuchungen mit intravenösem Kontrastmittel können aufgrund der hohen Geschwindigkeit unterschiedliche Phasen der Durchblutung in Gefäßen und Organen erfasst werden.

Wie verläuft eine CT-Untersuchung?

Auf dem Untersuchungstisch nehmen Sie eine für die Untersuchung geeignete Lage ein, meistens ist das die Rückenlage. Anschließend wird der Untersuchungsbereich mit Hilfe einer Laserlichtmarkierung festgelegt. Von hier an sollten Sie ihre Position bis zum Ende der Untersuchung beibehalten und sich nicht bewegen, damit das Untersuchungsergebnis nicht beeinträchtigt wird. Der Tisch bewegt sich dann mit Ihnen mehrfach durch einen etwa 70 cm weiten Ring, in dem sich die Röntgeneinrichtung befindet. Bei Untersuchungen im Körperstammbereich (Lunge, Oberbauch, Becken) müssen Sie während der Messungen die Luft anhalten. Bei vielen CT-Untersuchungen ist eine intravenöse Kontrastmittelinjektion erforderlich. Diese erfolgt in der Regel über einen venösen Zugang am Arm und ein automatisches Injektionssystem. Bei der Injektion des Kontrastmittels kann manchmal lokal ein leichtes Brennen sowie ein allgemeines Hitzegefühl verspürt werden. Sollten darüber hinaus Beschwerden auftreten, teilen Sie dies dem Untersuchungsteam bitte sofort mit.

Wie hoch ist die Strahlendosis beim CT?

Die Dosisbelastung des Menschen aus natürlichen Strahlenquellen (Erdstrahlen, kosmische Strahlen, radioaktive Stoffe in der Luft, in Nahrungsmitteln und im Trinkwasser) beträgt etwa 2,4 mSv pro Jahr. Die Dosisbelastung bei einer einzelnen CT-Untersuchung liegt etwa zwischen 2 und 20 mSv und wird mithilfe moderner Technologie immer weiter reduziert. Je nach untersuchter Körperregion ist dies etwa 4-10 mal mehr als bei einer herkömmlichen Röntgenuntersuchung. Dafür liefert die CT aber auch ein Mehrfaches an diagnostischer Information.

Worin besteht das Risiko einer Strahlenanwendung beim CT?

Durch eine CT-Untersuchung wird Ihr statistisches Risiko, an Krebs zu versterben, geringfügig erhöht. Für eine CT-Untersuchung des Körperstamms ist das Risiko in etwa vergleichbar mit dem statistischen Risiko, innerhalb von 5 Jahren einen tödlichen Verkehrsunfall zu erleiden, wobei sich eine strahleninduzierte Krebserkrankung aber erst viel später (nach 15-40 Jahren) manifestieren würde. Um zu gewährleisten, daß der gesundheitliche Nutzen der Strahlenanwendung das Risiko überwiegt, muß die Fragestellung vor der Anwendung von Röntgenstrahlen durch einen fachkundigen Arzt überprüft werden (rechtfertigende Indikation nach § 23 RöV). Dosisreferenzwerte, die bei Röntgenuntersuchungen ohne Begründung nicht überschritten werden dürfen, sind gemäß § 16 Abs. 1 RöV für jedes Röntgenverfahren gesetzlich festgelegt. Der Besitz eines Röntgen-Passes (Röntgennachweisheft) ist zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird jedoch empfohlen, da das Risiko mit jeder weiteren Strahlenanwendung zunimmt.

Wozu braucht man Röntgen-Kontrastmittel?

Im Gegensatz zu Knochen oder lufthaltigen Organen, die sich wegen des großen Dichteunterschiedes gut vom umgebenden Weichteilgewebe unterscheiden lassen, sind flüssigkeitshaltige Hohlorgane (Magen, Darm, Gallenblase, Nierenbecken) oder Blutgefäße auf Röntgenaufnahmen nicht gut zu identifizieren. Durch die Gabe eines Kontrastmittels, welches eine sehr viel höhere Dichte besitzt als das Weichteilgewebe, lassen sich diese Strukturen für eine gewisse Zeit in einer Röntgenaufnahme oder unter Röntgen-Durchleuchtung sichtbar machen. Folgende Strukturen lassen sich durch die direkte Einbringung von Kontrastmitteln darstellen: 1. Verdauungsapparat (Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm)- hierbei verwendet man überwiegend wasserunlösliche, bariumhaltige Kontrastmittel. 2. Gelenke, krankhaft entstandene Gänge (Fisteln), Venen und Arterien, Rückenmarkskanal- hier kommen wasserlösliche, jodhaltige Kontrastmittel zum Einsatz. Eine indirekte Kontrastierung durch eine intravenöse Gabe jodhaltigen Kontrastmittels erreicht man bei Röntgenuntersuchungen von Ausscheidungsorganen wie der Gallen- und Harnwege oder auch bei Gefäßen und Organen in der Computertomographie (CT). Mit der CT lassen sich krankhafte Veränderungen anhand ihrer Kontrastmittelaufnahme besser einordnen.

Welche Risiken birgt die Kontrastmittelgabe?

Bei den wasserlöslichen, jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln werden prinzipiell 2 Arten von Kontrastmittelnebenwirkungen unterschieden:
Dosisunabhängige (allergische) Nebenwirkungen
Allergische Nebenwirkungen nach dem Schweregrad geordnet sind Juckreiz, Hautausschlag, Quaddeln, Schwellungen im Gesicht, Atemnot, Kehlkopfödem, Asthmaanfall, Blutdruckabfall, Kreislaufschock. Je schwerer eine Reaktion, desto unwahrscheinlicher ist ihr Auftreten. Das statistische Risiko für einen Todesfall nach einer intravasalen Kontrastmittelanwendung liegt für die nichtionischen Kontrastmittel etwa bei eins zu einer Million. Die meisten allergischen Reaktionen (ca. 90%) treten innerhalb von 15 Minuten nach der Kontrastmittelgabe auf, so daß eine sofortige Behandlung durch den anwesenden Arzt nahezu immer möglich ist.
Dosisabhängige (toxische) Nebenwirkungen
Hierzu gehören Schmerzen an der Injektionsstelle, Hitzewallungen, Blutdruckabfall, Übelkeit, Erbrechen, Verschlechterung der Nierenfunktion (insbesondere bei vorgeschädigten Nieren), negative Beeinflussung einer Schilddrüsenüberfunktion.

Wie kann man Kontrastmittelnebenwirkungen vorbeugen?

Bei bekannten Allergien sollten alternative Untersuchungsverfahren diskutiert werden. Ist die Kontrastmittelgabe aus medizinischen Gründen unumgänglich, muss vor der Untersuchung eine medikamentöse Allergieprophylaxe mit Antihistaminika und Kortikosteroiden erfolgen. Bei einer latenten Schilddrüsenüberfunktion kann die Jodaufnahme der Schilddrüse vor der Kontrastmittelgabe mit dem Medikament Irenat (Perchlorat) blockiert werden. Bei einer manifesten Überfunktion darf kein jodhaltiges Kontrastmittel gegeben werden. Entscheidend für die Vorbeugung gegen Nierenschäden ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr vor der Kontrastmittelgabe.

Gibt es Alternativen zur CT-Untersuchung?

In der Skelettdiagnostik genügt zur Beantwortung einfacher Fragestellungen (z.B. Fraktur-ja oder nein?) oft eine Röntgenuntersuchung in 2 Ebenen. Für die Beurteilung von Weichteilgeweben existieren neben der Computertomographie weitere Schnittbildverfahren, wie die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die Sonographie (Ultraschall). Ob eine CT in Frage kommt oder ein anderes Verfahren eine zuverlässigere, risikoärmere oder kostengünstigere Diagnose ermöglicht, hängt von der zu untersuchenden Körperregion, der jeweiligen diagnostischen Fragestellung und den Umständen der Untersuchung ab.